Die richtige Dämmung für Ihre Immobilie

Dämmstoffe lassen sich grundsätzlich an der Außen- oder Innenseite der Wände anbringen. Der heute übliche Standard sind jedoch außenseitige Wärmedämmverbundsysteme. Dabei wird das Dämmmaterial, etwa Mineralfasern oder Hartschaum, durch Verkleben und Dübeln direkt an der Außenwand angebracht. Der große Vorteil einer Außendämmung ist, dass Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenseite der Mauer minimiert werden.

Bei denkmalgeschützten Fassaden oder Fachwerksbauten ist eine außenseitige Dämmung jedoch vielfach nicht möglich. In solchen Fällen bietet sich eine Innendämmung als Alternative an. Der Wärmeschutz lässt sich damit nach Angaben des Hessischen Umweltministeriums um immerhin 60 Prozent verbessern. Innendämmungen sind aus bauphysikalischer Sicht heikel, da es bei einer unsachgemäßen Ausführung zu Feuchtigkeits- und Schimmelbildung kommen kann. Die Arbeiten sollten daher nur von ausgewiesenen Experten durchgeführt werden.

Wollen wir uns doch einmal die Haustypen nach den Energiestandards anschauen. Wir unterscheiden wie folgt:

  1. Niedrigenergiehaus (Optimale Wärmdämmung der Aussenhülle Wände,Fenster,Türen)
  2. Passivhaus (Heizwärmebedarf gleich/kleiner 15 kWh/a (ca.1,5 Liter Heizöl) oder Heizwärmelast max.10 W/qm
  3. 1-/2/3-Literhäuser (Literzahl gibt den Verbrauch an Heizöl und qm und Jahr an (1 Liter : 10kWh qm pro Jahr, 2 Liter 20kWh pro qm pro Jahr etc.)
  4. Nullenergiehaus (Externer Energiebezug eines Gebäudes im Jahresmittel durch eigenen Energiegewinn egalisiert)
  5. Effizienzhaus plus/Plusenergiehaus (ähnlich dem Nullenergiehaus mit allerding jährlicher positiver Energiebilanz)
  6. KfW-Effizienzhäuser (verschiedenste energietechnische Massnahmen, die beim Einsparen von nichtregenerativen Energien helfen – vgl.andere Haustypen; Anmerkung: KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau, die zahlreichen zwingenden Standards und Massnahmen sowie Fördermassnahmen s.bitte Internetseite der KfW; seit 01.04.2016 ist das sog. „KfW – Effizienzhaus 70“ gesetzlicher Mindeststandard

Aus Kostengründen wird der Rohbau häufig mit einem Wärmedämmverbundsystem aus Polystyrol gedämmt. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten der Dämmung und viele verschiedene Dämmstoffe.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Weitere Quellen: www.energieblogger de
Enxing/Bruns „Unser Fertighaushandbuch“, Stiftung Warentest, Berlin 2015

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