Wohnflächenberechnung

Berechnungsmethoden die Sie kennen sollten

Generell lassen sich zwei Wege unterscheiden. Einmal die Berechnung nach der Wohnflächenverordnung, auf der anderen Seite die Berechnung nach den DIN-Normen, 277 und der Din 283, wobei letztere mittlerweile veraltet und kaum mehr zu finden ist. In der Praxis wird üblicherweise die Wohnflächenverordnung vom 1.1.2004 (früher: II. Berechnungsverordnung) angewandt.

Verpflichtend ist Sie nur für den sozialen Wohnungsbau verpflichtend, doch mittlerweile legen Gerichte sie auch für frei finanzierte Immobilien analog zu Grunde - immer dann, wenn im Kauf- oder Mietvertrag nicht ausdrücklich eine andere Berechnungsmethode vereinbart worden ist (Din 228,277, ein anderer Berechnungsmodus ortüblich ist bzw. durch die Art der Wohnung näher liegt).

Din 277:

Die Flächenberechnung nach der DIN-Norm 277 bezieht sich auf Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau. Mit dieser Berechnung erzielen Sie das größtmöglichste Flächenergebnis, da sie beispielsweise Dachflächen, Balkone und Kellerräume vollständig einbezieht.

Din 283:

Obwohl der Gesetzgeber die DIN 283 im Jahr 1983 außer Kraft gesetzt hat, findet man diese in seltenen Fällen als Berechnungsmethode noch auf. Beispielsweise dann, wenn sich zwei Parteien ausdrücklich für die Wohnflächenberechnung nach der DIN 283 entschieden haben (BGH 23.05.2007 - VIII ZR 231/06). Diese Berechnungsmethoden enthält beispielsweise als einzigste keine Regelungen für Garagen, Heizungsräume oder Terrassen.

II Berechnungsmethode:

Bis zum 1. Januar 2004 orientierten sich Mietparteien und Eigentümer üblicherweise an der zweiten Berechnungsverordnung. Die Verordnung wird zwar seit 1. Januar 2004 für Neuberechnungen nicht mehr angewandt, ist in manchen Fällen aber noch gültig. Hat der Vermieter die Wohnung beispielsweise vor dem 31. Dezember 2003 nach der zweiten Berechnungsverordnung vermessen und sie seitdem baulich nicht verändert, gilt die Berechnung noch immer

Wohnflächenverordnung:

Seit dem 1. Januar 2004 wird meistens nach den Vorgaben der Wohnflächenverordnung (WoFlV) gerechnet. Grundsätzlich wird nur der Teil der Grundfläche einer Wohnung, die zum Wohnen genutzt werden kann berechnet. Raumteile mit Dachschrägen bewertet sie beispielsweise nur teilweise, ebenso Balkone oder Terrassen. Im Ergebnis erzielt sie damit ein vergleichsweise geringes Flächenergebnis – was Vorteile für Mieter haben kann. Sie ist eine sehr strenge Bewertungsmethode.

Foto: Andreas Morlok / pixelio.de

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